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Was ist überhaupt Networking?

Googlet man, findet man schnell folgende Definition bei Wikipedia:
“Networking ist das Knüpfen und Pflegen von Kontakten, die dem Austausch von Informationen [und dem beruflichen Fortkommen] dienen.”

Meiner Meinung nach eine gute Definition, da die drei Kernpunkte des Networkings aufgefasst sind. Zum einen das Knüpfen von Kontakten. Damit beginnt der Aufbau des Netzwerks. Dementsprechend sollten gute Netzwerker keine Angst davor haben, mit fremden Personen ins Gespräch zu kommen. Events und andere B2B-Veranstaltungen bieten eine gute Möglichkeit, neue Personen für das berufliche Netzwerk kennenzulernen.
Genauso wichtig für ein Netzwerk ist es, Kontakte, die bereits geknüpft wurden, zu pflegen. Denn Beziehungen werden erst gefestigt, wenn man sie intensiv pflegt.

Zuletzt heißt es in der Definition „ein Netzwerk dient dem Austausch von Informationen und dem beruflichen Fortkommen“. Jeder Mensch hat ein bestimmtes Wissen, welches erst im Netzwerk zugänglich und somit noch wertvoller wird. Dementsprechend kann man innerhalb eines Netzwerks von Wissensaustausch und Ratschlägen profitieren.
Ein Netzwerk wird nicht zufällig, sondern gezielt geknüpft. Man versucht Personen für das eigene Netzwerk zu gewinnen, von welchen man profitiert. Nichtsdestotrotz sollten Sie den Nutzen beim Kontakten in den Hintergrund stellen und ein ehrliches Interesse am Menschen aufbringen. Dabei gilt: Person vor beruflicher Position.

Ein Netzwerk wird gezielt geknüpft

Welche Anforderungen stellen Sie an Ihr Netzwerk? Was erwarten Sie sich davon?
Viele Leute bauen sich ein Netzwerk auf, um im Job erfolgreich zu sein. Möglicherweise, um eine bessere Position durch eine Beförderung oder eine neue Stelle zu erreichen. Andere Anforderungen könnten sein, wertvolle Informationen und Unterstützung zu unterhalten oder einfach, den Sales-Job gut auszuüben. Das Produkt zu verkaufen.
Andere möchten Ihrem Netzwerk einen Gefallen tun. Empfehlungen aussprechen, ihr Wissen teilen oder einfach ihre Unterstützung anbieten.
Jeder Mensch hat eine andere Motivation, sich ein berufliches Netzwerk aufzubauen.

Die richtigen Kontakte knüpfen

Entscheidend ist, die richtigen Personen für das berufliche Netzwerk zu gewinnen. Doch wo lernt man genau die kennen?
2018 verzeichnet Xing eine Nutzerzahl von etwa 15,3 Millionen Menschen aus der DACH-Region. Demensprechend bieten Plattformen wie Xing oder LinkedIn eine gute Möglichkeit, sich mit neuen Kontakten zu verknüpfen. Besonders positiv daran ist, dass dieser Weg zeit- und ortsunabhängig ist. Sie erreichen also auch Personen, mit denen sich ein persönliches Treffen schwierig gestaltet. Beachten Sie jedoch, dass Menschen, die eine attraktive berufliche Position haben, häufig viele Kontaktanfragen pro Tag gesendet bekommen. Da kann es durchaus passieren, dass Ihre Kontaktanfrage abgelehnt wird. Tipp: Schreiben Sie unbedingt bei fremden Personen immer einen persönlichen Text mit in die Anfrage. Nennen Sie den Grund, warum Sie genau diese Person in Ihr berufliches Netzwerk aufnehmen möchten. Das ist zwar keine Garantie, erhöht jedoch Ihre Chancen.
Wer jedoch den persönlichen Kontakt, beziehungsweise ein persönliches Kennenlernen mehr schätzt, sollte B2B-Veranstaltungen besuchen. Dort haben Sie die Möglichkeit Menschen aus Ihrer Branche zu treffen und kennenzulernen. Sie werden auf Menschen treffen, die sich gerne vernetzen. Denn laut der congreet Studie von September 2017 besuchen 90 Prozent der Teilnehmer B2B-Events zum Networking und um neue Kontakte zu knüpfen.

Die unterschiedlichen Netzwerktypen

Adam Grant, ein amerikanischer Psychologe, beschreibt in seinem Buch „Geben und Nehmen“ die unterschiedlichen Netzwerktypen. Er teilt damit die Menschen in drei unterschiedliche Gruppen. 10 Prozent besetzen die Gruppe der „Nehmer“. Nehmer sind hauptsächlich auf ihren eigenen Vorteil aus. Sie versuchen Vorteile aus dem Netzwerk zu ziehen, ohne vorzuhaben, etwas zurückzugeben.
Das Gegenteil davon sind die „Geber“. Etwa 25 Prozent sind lassen sich dieser Gruppe zuordnen. Geber versuchen immer, das Beste für andere herauszuholen, ohne eine Gegenleistung zu verlangen.
Die meisten unter uns werden sich vermutlich der Gruppe der „Tauscher“ (56 Prozent) zuordnen. Tauscher helfen gerne weiter, erwarten jedoch auch eine Gegenleistung dafür. Sprich, wenn sie anderen einen Gefallen tun, sind diese ihnen ebenfalls einen schuldig.
Erkennen Sie sich in einem der Netzwerktypen wieder?
An alle Tauscher und Nehmer: Wie wäre es denn, wenn wir uns alle hin und wieder ermahnen, anderen Personen einen Gefallen zu tun, ohne dafür einen Gegenzug zu erwarten? Einfach, um einen wertvollen Beitrag für das Netzwerk zu leisten?

Ein Netzwerk muss gepflegt werden

Nicht umsonst steckt im Wort „Networking“ der Begriff „Working“. Netzwerken passiert nicht über Nacht, sondern es muss viel Mühe, Zeit und Arbeit in ein Netzwerk gesteckt werden. Nehmen Sie sich dementsprechend bewusst Zeit, um Ihr Netzwerk zu pflegen.
Hand auf’s Herz – wie viele Kontakte sind in Ihrem Xing-Netzwerk, die Sie schon seit über 5 Jahren nicht mehr kontaktiert haben? Von denen Sie nicht mehr genau wissen, wie Sie sie kennengelernt haben? Ich gebe zu, bei mir sind es einige. Diese würde ich jedoch nicht zu meinem Netzwerk zählen. Denn ein Netzwerk lebt vom Wissensaustausch und gegenseitigen Unterstützen.
Um beim Netzwerken strukturiert vorzugehen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Ich möchte Ihnen eine Option vorstellen, die für mich sehr gut funktioniert. Ich ordne meine Kontakte nach Wichtigkeit. Dabei habe ich etwa 10 sehr gute Kontakte, die ich etwa einmal im Monat kontaktiere. Dafür nehme ich mir bewusst Zeit und halte mir die Zeiten wirklich im Kalender fest. Eine gute Möglichkeit etwas Abwechslung hineinzubekommen ist, in den unterschiedlichen Medien abzuwechseln. Das heißt, einmal nehme ich Kontakt über Xing auf, im nächsten Monat versuche ich die Person persönlich zu treffen, danach telefonieren wir.

Alle 3-4 Monate versuche ich die zweite Gruppe mit etwa 50 guten Kontakten zu erreichen. Hierfür nehme ich mir speziell Zeit, denn eine regelmäßige Kontaktpflege ist sehr wichtig für das bestehende Netzwerk. Alle anderen Personen, deren Kontakt ich schätze, versuche ich 1-2 Mal Jährlich zu kontaktieren. Zumindest an Weihnachten und Geburtstag schicke ich eine kurze Nachricht, dass ich an sie denke.
Wichtig ist, dass Sie Ihr Netzwerk in einer Größe halten, die Sie gut verwalten können. Nehmen Sie nur so viele Personen auf, wie Sie Zeit haben, Kontakt mit ihnen zu halten. Wenn Ihr Netzwerk immer größer wird, hinterfragen Sie Beziehungen hinter manchen Personen. Manchmal kommen neue Menschen ins Netzwerk, dafür müssen andere entfernt werden.